Kontrakultur PodcastUnd wieder einmal ist einiges an Zeit ins Land gegangen bevor wir den neuen Kontrakultur Podcast aufnehmen konnten. Doch auch wenn die Taktzahl der Veröffentlichungen ein wenig zurückgegangen ist, so werdet ihr dennoch regelmäßig etwas von uns zu hören bekommen. Als kleine Entschädigung dafür sind wir gerade in den Planungen für ein neues Medienformat, welches wir in den kommenden Wochen bekannt geben werden. Seid gespannt.

Die 31te Folge widmet sich diesmal im aktuellen Thema sogenannten Verschwörungstheorien. Hinsichtlich des kürzlichen Absturzes der Germanwings Maschine in den französischen Alpen kursierten im Netz allerlei Verschwörungen, die auch leider aus dem rechten/konservativen Lager zu vernehmen waren. Dies haben wir zum Anlass genommen und damit ein immer wieder auftretendes Problem in der deutschen Rechten aufgegriffen. Verschwörungstheorien sind nicht nur für die öffentliche Kommunikation unglaubwürdig und schädlich. Meist gehen sie auch von einer falschen Argumentationslogik und falschen Zirkelschlüssen aus. Allein das systemische Verständnis der liberalen und universalisischen Ideologie, die sich auch historisch nachskizzieren lässt, ist schon völlig ausreichend um die Widrigkeiten des gegenwärtigen Zeitgeistes vollumfänglich zu verstehen.

Im Schwerpunktthema haben wir den etwas polemischen Titel „Die Menschheit kann mich mal“ gewählt. Hierbei dechiffrieren unsere beiden Moderatoren den heute in vielfach kosmopolitischen und liberalen Debatten verwendeten Begriff der „Menschheit“. Paul und Hannes zeigen auf warum es die Menschheit  in einer politischen und kulturgeschichtlichen Agenda nicht gibt und sie lediglich zur Beschreibung eines biologischen Spezienbegriffs taugt. Den ganzen Themenkomplex kann man mit einem Zitat des französischen Gegenaufklärers Joseph de Maistre wunderbar zusammenfassen.

„Es gibt keinen einzigen Menschen auf dieser Welt. In meinem Leben hatte ich vor allem Franzosen, Russen und Italiener gesehen aber keine Menschen“.