10923748_310523875811126_7357813370885895379_nMit dem Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ wo 12. Personen ums Leben kamen, dürfte der islamische Terrorismus auch in Europa nun eine reale Gefahr darstellen. Unlängst gab es bereits seit einigen Monaten Warnungen, dass Heimkehrer des IS aus Syrien und dem Irak bestens militärisch ausgebildet, auch in Europa Anschläge verüben könnten. Besonders erschreckend bei diesem Anschlag ist nicht einmal die Opferzahl, sondern die Qualität wie die Attentäter vorgegangen sind. In einem Internetvideo wird ein Polizist am Boden liegend, von einem der Täter regelrecht exekutiert. Augenzeugen berichteten, dass es sich nicht um Dilettanten gehandelt haben könne. Die Attentäter gingen durchaus mit einer gewissen militärischen Präzision voran, woraus sich schließen lässt, dass sie vorab eine entsprechende Ausbildung genossen haben.

Dieser Terrorakt lässt vor allem die Erkenntnis zu, dass allerlei Überwachungsprogramme von Geheimdiensten und militärische Operationen gegen den Terrorismus in arabischen Ländern, letztendlich nicht den eigentlichen Kern dieser Gefahr eindämmen konnten. Islamischer Terrorismus ist eben kein Phänomen was uns ausschließlich von Außen bedroht. Die tickenden Zeitbomben leben bereits unter uns. Befördert durch den IS radikalisieren sich auch in Europa selbst, zahlreiche Muslime und suchen sich Ersatzidentitäten die sie innerhalb eines modernen Gebildes des selbstvergessenen Liberalismus nicht finden können. Die maskuline Stärke des Islams bringt sich gegen den verweichlichten und hedonistischen Nihilismus des Westens in Stellung. Das demographische und kulturelle Vakuum was wir hinterlassen, wird schrittweise mit arabischer Vitalität aufgefüllt. Der Islam ist in unserer Wahrnehmung schon lange keine exotische Wüstenreligion mehr, sondern wird in vielen europäischen Großstädten zu einem kulturell prägenden Faktor, der alle ethnokulturellen Lebensäußerungen unseres europäischen Daseins zurückdrängt.

Der Kampf der Kulturen, wie ihn einst Samuel Huntington in einer globalen Dimension beschrieb, hat sich in das Innerste unserer abendländischen Identität verlagert. Die Ereignisse in Paris sind nur der wuchtige Knall der diesen Kulturkampf in seiner Abstraktion, nun auch konkrete Gestalt werden lässt. Mahnungen und Warnungen, dass wir uns mit der Illusion einer multikulturellen Gesellschaft auch ein enormes Konfliktpotential importieren, wurden über Jahre ignoriert oder gleich mit Diffamierung und Ausgrenzung überzogen. Die heuchlerische Betroffenheitsrhetorik die nach „Charlie Hebdo“ nun von Medien und Politik automatisiert abgespult wird, verdeutlicht nur die geistige Impotenz und Handlungsfähigkeit der Eliten, die meinen unser Land zu regieren. Man hätte meinen können, dass dieser Terrorakt für das etablierte Einerlei von Medien und Politik angesichts der nach wie vor präsenten und wachsenden PEGIDA Bewegung derart ungünstig kommt, dass diese sich vorerst in kleinlauter Zurückhaltung üben. So haben sie doch gerade diejenigen, die bereits seit Wochen vor den Gefahren eines islamischen Fundamentalismus der sich schnell in Terror entladen kann gewarnt haben, mit Hetze und Diskreditierung überzogen und damit ihre eigene Realitätsverblendung offenbart.

Doch der Niederträchtigkeit dieser Kaste sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Reflexartig holen sie zu einem noch stärkeren Angriff gegen patriotische Gruppen aus und werfen diesen eine politische Instrumentalisierung vor. Erwartungsgemäß folgen die leeren Sprechblasen und Wortfetzen von „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ oder „Wir brauchen mehr Aufklärungsarbeit für junge Muslime“. Das Attentat in Paris biete im Grunde genommen nun noch mehr Anlass sich den „bösen Rechtspopulisten“ entgegenzustellen, damit diese daraus kein politisches Kapital schlagen. Diejenigen die also die Ursachen und die nach wie vor bestehende Gefahr solche Terroranschläge anmahnen, werden also zu mittelbaren Mitschuldigen gemacht. Politik und Medien nehmen dies also nicht zum Anlass sich vielleicht doch etwas intensiver und differenzierter mit den Positionen der PEGIDA auseinanderzusetzen, sondern verwenden „Charlie Hebdo“ als hetzerische Nachschubladung und deuten es in ihrem Sinne, zur machthegemonialen Stabilitätssicherung um. Dass bei Taten von vermeintlich rechtsextremer Seite genau die gleichen Doppelmoralstandards angesetzt werden, sei hier nur am Rande erwähnt.

Dass dieses Ereignis auch politisch- und gesellschaftliche Konflikte befeuern würde, stand eigentlich sofort nach der Meldung fest, dass es sich bei den Attentätern um islamische Extremisten handelt. Noch in der Nacht nach dem Anschlag soll es zahlreiche Attacken auf dortige Moscheen gegeben haben. Diese Form der Gegenreaktion lehnen wir selbstverständlich ab. Sie ist aber auch Beleg einer gesellschaftlichen Dysfunktionalität, wo die Menschen der politischen Ignoranz, Kuscheljustiz und Sonderrechten für Muslime derart überdrüssig sind, dass sie sich mit anderen Mitteln nicht mehr zu helfen wissen.