USA- Schwuchtel NationEgal ob morgens nach dem aufstehen, der Weg in die erste Starbucks oder Mc Donalds Filiale für den morgendlichen Kaffee führt. Die „Stars and Stripes“ der amerikanischen Flagge inzwischen wie selbstverständlich zu Klamotten und Accessoire gehören. Oder abends TV Formate über den Bildschirm flackern, die der seichten Unterhaltung der Massen dient und niemals das intellektuelle Potential, des am geistig  Beschränktesten überfordern würden. All dies sind die Erscheinungsformen eines etablierten „American Way of Life“ in unserer Gesellschaft. Tagtäglich werden wir mit dem Kulturimperialismus Amerikas konfrontiert.

Doch warum ist das so? Wir werden hier bewusst nicht auf irgendwelche Verschwörungstheorien eingehen, dass geheime Machteliten die Welt unterjochen und fies lächelnd in ihren Hinterzimmern sitzen, während sie die Köpfe der Menschen beeinflussen, so wie es in vielen rechten Zusammenhängen oft gedacht wird.

Vielmehr liegt die Ursache in einer liberalistischen Ideengeschichte ab dem 18. Jahrhundert, was mit der Französischen Revolution die Geburtsstunde der Moderne  und damit auch der universalistischen Werte von Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit gewesen ist. 1787 gaben sich auch die Amerikaner, nach langjähriger Kolonialherrschaft durch die Europäer, ihre eigene Verfassung. Diese beiden zeitlich dicht beianderliegenden Ereignisse läuten im Grund genommen den Siegeszug der liberalen Ideologie, bis zu ihrem heutigen Endstadium ein. Schlussendlich ist der Liberalismus jedoch ein Ideenkonstrukt mit Selbstzerstörungsmechanismus, da er seine eignen Werte und Ansprüche nicht mehr wirksam verteidigen kann und sie zur Auflösung jeglicher menschlicher Bindung führen. Etliche Bruchstellen (ethnisch, sozial, politisch, religiös) sind schon heute prägendes Merkmal der westlichen Gesellschaften.

Der Liberalismus ist eine Form der Unkultur welches mit dem Attribut Kultur etikettiert werden soll. Daher hat sich die amerikanistische Geistesverfassung auch fest in Europa etabliert. Die militärische Präsenz von amerikanischen Truppen auf europäischem Boden ist hierbei eher nur ein Nebeneffekt.

Europas Völker sind nicht mehr fähig sich auf ihre eigenen kulturellen Kräfte zu besinnen. Lieber wird ein Abbild der amerikanischen Unkultur kopiert. Jedoch mit fatalen Folgen. Die amerikanische Nation beruht auf geistesgeschichtlichen Gründungsfaktoren, die niemals die Herausbildung eines eigenen Kulturvolkes bewirken könnten. Das Streben nach Glückseligkeit, wie es einer der Gründungsväter der amerikanischen Verfassung Thomas Jefferson formulierte ist kein Bindungselement für eine identitäsbewusste Volksgruppe. Solche Grundsätze sind Komponenten einer pervertierten, individualistischen Strebsamkeit, die keine Bindung an Volk, Nation, Kultur und Ethnie kennt.

Auch die gängige Formel „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ist ein Terminus der auf ein individualistisches Gedankenkonstrukt zurückzuführen ist. Was aus diesen unbegrenzten Möglichkeiten geworden ist kann man daran erkennen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Amerika immer weiter auseinanderdriftet. Die ethnischen Verhältnisse kippen zugunsten einer nicht-weißen Bevölkerung aus Latinos und Schwarzafrikanern. Die vielseits beschworene schöne Buntheit kann man dann in den Ghettos von Los Angeles und der New Yorker Bronx sehen. Dort haben sich bereits Paralellgesellschaften herausgebildet wo Schwarze und Latinos die städtische Dominanz an sich gerissen haben.

Der letzte verbliebende Identitätszipfel der Amerikaner ist die eigene Wahrnehmung als die sogenannten „Good Guys“, in ihrem missionarischen Auftrag der Welt Frieden, Demokratie und Menschenrechte, notfalls auch mit militärischer Gewalt näher zu bringen. Die außenpolitische Hegemonialstellung ist der letzte gemeinsame Nenner, was die Amerikaner auf einer pseudoidentitären Basis verbindet.

All diese genannten Erscheinungsformen finden auch in Europa zunehmend Einzug. Auch hier sind die Großstadtmetropolen von einer beispiellosen Einwandererflut betroffen. Das Bild mancher Vororte der Großstädte ist durch muslimische, autarke Paralellgesellschaften geprägt, die nur auf den Tag warten, an dem sie mittels der demographischen Verhältnisse ihre Machtansprüche zur Geltung bringen.

Doch man sollte nicht nur jammern und sich als Opfer des amerikanischen Kulturimperalismus bezeichnen. Dieses Anbiedern an die amerikanische Lebenskultur resultiert aus der eigenen Schwäche Europas sich selbstbewusst in das Erbe seiner eigenen Identität, Kultur und Tradition zu stellen. Die liberale Giftspritze hat  zu einer Lähmung der europäischen Identitäskräfte geführt.

Das Nachäffen jeglicher amerikanischer Kulturausdrücke basiert auf der Unkreativität Europas sein kulturelles Erbe auch für die künftigen Geschichtsepochen fortzuschreiben. Stattdessen möchte man es sich in einer Welt aus Konsum und Spaßgesellschaft  ganz im amerikanischen Sinne bequem machen. Nicht umsonst gleichen sich die gesellschaftlichen Zustände in Europa zunehmend denen Amerikas. Fettleibigkeit, primitive Unterhaltungsformate, wirtschaftlicher und sozialer Niedergang, Bildungsmisere, Lobbyismus und korrupte Machteliten nehmen auch in Europa bereits einen enormen Platz in der gesellschaftlichen Realität ein.

Diesen Zuständen gilt es sich entschlossen und selbstbewusst entgegenzustellen. Dabei wäre es jedoch unangebracht, einen primitiven Hass auf alles was amerikanisch ist zu entwickeln. Vielmehr sollten wir uns wieder auf die Werte besinnen die unserer europäischen Kultur zu Eigen sind. Da wo jetzt noch die hegemonialen Kultureinflüsse des Amerikanismus regieren, müssen wir Alternativen aufzeigen, die den Ethos und das Wertebewusstsein unserer eigenen Art verkörpern. Dazu braucht es erst einmal eine grundsätzliche Standortbestimmung unserer Kultur im 21. Jahrhundert. Eine museale und zurückgezogene Folklore wird hierbei nicht weiterhelfen.  Da die kulturellen Entwicklungen nun mal keinen statischen Prozessen unterliegen, müssen wir uns selbst finden und sowohl im traditionalistischen als auch modernen Sinne, die Entwicklungslinien unserer Kultur nachzeichnen.